Wissenschaftliche artikel herunterladen

Für ihre Aktionen bei der Schaffung von Sci-Hub wurde Elbakyan als Heldin und “spirituelle Nachfolgerin von Aaron Swartz” bezeichnet, der 2010 Millionen von akademischen Artikeln von JSTOR heruntergeladen hatte. [9] [66] Sie wurde auch mit Edward Snowden verglichen, der in Russland Sicherheit gesucht hat, nachdem er zahlreiche Dokumente unter Verstoß gegen amerikanisches Recht veröffentlicht hatte. [66] Sie wurde auch als “Robin Hood” und “Robin Hood of Science” bezeichnet. [67] Das Education Resources Information Center (ERIC) der Institution of Education Sciences ermöglicht es Ihnen, nach Themen nach Material zu suchen, das sich auf den Bildungsbereich bezieht. Links führen zu anderen Websites, auf denen Sie die Informationen möglicherweise erwerben müssen, aber Sie können nur nach Volltextartikeln suchen. Es ist leicht zu verstehen, warum Zeitschriftenverlage Sci-Hub als Bedrohung sehen könnten. Es ist so einfach zu bedienen wie Googles Suchmaschine, und solange Sie den DOI oder Titel eines Papiers kennen, ist es zuverlässiger für die Suche nach dem vollständigen Text. Die Chancen stehen gut, dass Sie finden, was Sie suchen. Neben Buchkapiteln, Monographien und Konferenzbeiträgen hat Sci-Hub Kopien der meisten wissenschaftlichen Artikel angehäuft, die jemals veröffentlicht wurden. Es wächst weiter: Wenn jemand ein Papier anfordert, das noch nicht auf Sci-Hub ist, piraten er eine Kopie und fügt es dem Repository hinzu. Gerade als der Frühling letzten Monat im Iran ankam, setzte sich Meysam Rahimi an seinen Universitätscomputer und geriet sofort auf ein Problem: wie man die wissenschaftlichen Arbeiten bekommt, die er brauchte.

Er musste einen Forschungsvorschlag für seinen Ingenieursdoktortitel an der Technischen Universität Amirkabir in Teheran aufstellen. Sein Projekt erstreckt sich sowohl auf Betriebsmanagement als auch auf Verhaltensökonomie, so dass Rahimi viel Boden zu decken hatte. Der Verlag Elsevier besitzt über 2.500 Zeitschriften, die alle erdenklichen Facetten wissenschaftlicher Untersuchungen mit seinem Namen abdecken, und er war nicht glücklich über eine der beiden Seiten. Elsevier berechnet Lesern durchschnittlich 31,50 USD pro Papier für den Zugang; Sci-Hub und LibGen boten sie kostenlos an. Aber auch nach Erhalt der E-Mail “YOU HAVE BEEN SUED” war Elbakyan überraschend entspannt.